Norderstedt hat eine der größten Kraftfahrzeug-Dichten in Deutschland (537 Kfz / 1000 Einwohner) Norderstedt besitzt eine U-Bahn. Neben der Alsternordbahn (Ulzburg Süd - Friedrichsgabe - Norderstedt Mitte), die durch die AKN betrieben wird, besitzt die Stadt Norderstedt durch die VGN (Verkehrsgesellschaft Norderstedt, Tochter der Stadtwerke Norderstedt) auch die U-Bahn-Strecke Norderstedt Mitte - Garstedt, die als Teil des Schnellbahnsystems Hamburg als U1 durch die Hamburger Hochbahn betrieben wird. Insgesamt 44 Kilometer Reitwege durchziehen Norderstedt. Durch das kommunale Telekommunikationsunternehmen wilhelm.tel ("Sohn" der Stadtwerke Norderstedt) sind momentan knapp 25.000 Norderstedter an ein modernes Glasfaser-Netzwerk angeschlossen und können so mit bis zu 100 MBit/s in das Internet. Norderstedt hat trotz seiner Größe keine Berufsfeuerwehr, sondern regelt diese Belange mit einer freiwilligen Feuerwehr, bestehend aus vier Ortswehren. Außerdem wird dort der öffentliche Rettungsdienst durch einen privaten Rettungsdienst (KBA e.V.) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gestellt. Norderstedt verfügt über kein eigenes Krankenhaus. Bedingt sind diese Besonderheiten durch die Nähe zu Hamburg, wo diese Einrichtungen zur Verfügung stehen und länderübergreifend genutzt werden. Der Zusammenschluss zur Stadt Norderstedt sollte auf Wunsch der vier Ursprungsgemeinden (s.o.) zum 1. Januar 1976 geschehen. Als Stadtname war "Holstein" ausgesucht worden. Das Bundesland Schleswig-Holstein setzte sich jedoch über das kommunale Selbstbestimmungsrecht hinweg und verordnete die Gründung von "Norderstedt" bereits zum 1. Januar 1970. Zur Findung des Stadtnamens diskutierte man über "Holstein" (in Schleswig-Holstein der Gegenpol zu Schleswig), "Süderstedt" (weil im Süden Schleswig-Holsteins gelegen) und "Norderstedt" (nördlich der Regionsmetropole Hamburg). "Norderstedt" war bereits Projektbezeichnung für ein Zuzugs- und Wohnbaugebiet für Flüchtlinge aus Ostdeutschland, das von mehreren umliegenden Gemeinden getragen wurde und auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Harksheide (Falkenberg) entstand. Norderstedt hat dieselbe Telefonvorwahl wie Hamburg (040). Beim alten vierstelligen Postleitzahlensystem (1961-1993) galt die Postleitzahl von Hamburg (2000) auch für Norderstedt. Mit der Verhüllung ihrer Türme sorgten die Kirchen 1999 für bundesweite Aufmerksamkeit. Mit der Aktion sollte auf die Finanznot der Gotteshäuser hingewiesen werden. 1991 geriet die Schalom-Gemeinde (mittlerweile mit der Kirchengemeinde Harksheide-Süd Vicelin zur Kirchengemeinde Vicelin-Schalom fusioniert) in die Schlagzeilen, als sie für einige Wochen von Flüchtlingen besetzt wurde, die nach rassistischen Angriffen aus Greifswald geflohen waren und gegen ihre Wiederverlegung dorthin Widerstand leisteten. Einzigartig in Deutschland gibt es im Quartier Ochsenzoll einen Wochenmarkt, der über eine Stadtgrenze, gleichzeitig aber auch über die Ländergrenze Schleswig-Holstein/Hamburg geht. 2011 wird in Norderstedt eine Landesgartenschau stattfinden. Seit dem 1. Januar 2005 ist Norderstedt für eine Experimentierphase von 6 Jahren große kreisangehörige Stadt, also kreisangehörig, aber mit Sonderrechten ausgestattet. (Bilder und Texte aus Wikipedia) |